Zahlen und Daten

Statistik

In der Erstberatung bei der ZRB Süd- und Süd-Ostbayern waren im Jahr 2019 insgesamt 513 Personen aus 43 verschiedenen Ländern. In 826 Beratungsgesprächen klärten die Rückkehrberaterinnen und Rückkehrberater die Klienten unverbindlich über die Möglichkeiten einer freiwilligen Ausreise auf. Wie all die Jahre zuvor, berät die ZRB weiterhin ergebnissoffen und so kamen auch im Jahr 2019 wieder Klienten, die nur ein einmaliges Beratungsgespräch hatten und sich dann doch gegen eine freiwillige Ausreise entschieden haben. Durchschnittlich entschied sich ungefähr jede zweite beratene Person für eine freiwillige Rückkehr. Neben vielen Telefongesprächen und schriftlichen Kontakten, wurden bis zur Ausreise im Schnitt 2,7 persönliche Beratungsgespräche geführt.

274 Personen sind im Projektjahr 2019 in insgesamt 40 verschiedene Länder mit Hilfe der Beratung und Unterstützung der ZRB Süd- und Süd-Ostbayern ausgereist. Bis auf eine Frau mit libyscher Staatsangehörigkeit, die nach Indonesien und einen Herrn mit pakistanischer Staatsangehörigkeit, der nach Kanada weitergewandert ist, sind alle Klienten in das Land ihrer Staatszugehörigkeit freiwillig zurückgekehrt. Einige Klienten äußern im Beratungsgespräch immer wieder den Wunsch in ein anderes, oft ebenfalls europäisches, Land, weiter zu wandern. Eine Weiterwanderung ist allerdings mit großem zeitlichem Aufwand und mit sehr vielen bürokratischen Hürden verbunden und nur sehr wenige Klienten erhalten das benötigte Visum, das zu einem langfristigen Aufenthalt berechtigt. Besonders im Jahr 2019 war, dass die ZRB Fälle aus Syrien und dem Jemen bei einer freiwilligen Ausreise unterstützt hat. Dieser Personenkreis war all die Jahre zuvor bei einer Rückkehrförderung ausgeschlossen. Nur durch ein spezielles Bund- Länder Programm konnten für elf mittellose Personen aus Syrien und drei mittellose Personen aus dem Jemen die Flugkosten, zusammen mit einer kleinen finanziellen Reisebei- und Starthilfe in bar kurz vor der Ausreise, übernommen werden. 

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