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Interkulturelles Seminar Das Dilemma und die Lüge Afrika Europa und zurück
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Am 3.12.05 fand in Augsburg das Seminar Das Dilemma und die Lüge Afrika Europa und zurück mit ca. 30 Teilnehmern im Pfarrsaal
von St. Georg in Augsburg statt. Organisiert und geleitet wurde dieses Seminar von Helmut Stapf, Flüchtlingsberater beim Caritasverband
für die Diözese Augsburg mit Unterstützung der Zentralen Rückkehrberatung für Flüchtlinge in Südbayern .
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Trotz widrigster Wetterbedingungen fand das Seminar sehr großen Zulauf. Durch die unterschiedlichen Beiträge und Diskussionen
zielte die Thematik des Seminars hauptsächlich auf die Bedingungen der Rückkehr in afrikanische Länder, Hilfsmöglichkeiten
und auch Schwierigkeiten ab. Ausgangspunkt des Seminars ist die Situation afrikanischer Flüchtlinge. In der Regel werden sie
nicht als Asylbewerber anerkannt. Ein wichtiger Grund, der die Rückkehr erschwert, sind die hohen Erwartungen der Familie
in ihrer Heimat. Auch schwierige Lebensverhältnisse in Deutschland, wie Arbeitsverbot, langjähriger Aufenthalt in der Gemeinschaftsunterkunft
ohne weitere Perspektive, Abschiebehaft oder ständige Umverteilung von einem Asylheim ins nächste und der damit verbundene
Verlust persönlicher und fachlicher Kompetenzen, wiegen die Angst vor dem Ehr- und Gesichtsverlustes in der Heimat oft nicht
auf. Ziel des Seminars war und ist es, Wege der Rückkehrunterstützung anzudenken.
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Zum Einstieg stellte die Zentrale Rückkehrberatung Südbayern ihre Arbeit vor. Der Schwerpunkt des Vortrages lag dabei auf
der Unterstützungsmöglichkeit der Existenzgründungen für Rückkehrer.
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Anschließend zeigte die ehemalige Mitarbeiterin von Coming Home, Astrid Blaschke einen Diavortrag zu ihrer Projektreise Westafrika.
Dabei wurden die Länder Ghana, Togo und Burkina Faso vorgestellt. Frau Blaschke besuchte auf dieser Projektreise neben NGO´s
auch Rückkehrer, die mit einer Existenzgründung unterstützt wurden. An den Beispielen zeigte sie Erfolge und Schwierigkeiten
von Existenzgründungen auf.
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| Astrid Blaschke (rechts) in der Diskussion mit Seminarteilnehmern. |
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Des weiteren folgte ein Vortrag von Albert Osei-Wosu, Flüchtlingsberater aus Ghana. Er ging dabei auf die sozialen Hintergründe
der afrikanischen Flüchtlinge und die Problematik der hohen Erwartungen und Forderungen von Seiten der Familie an einen Rückkehrer ein. Außerdem stellte Herr Osei-Wosu, die Idee eines Netzwerkes von Patenschaften vor, das den enorm hohen
sozialen Druck für Rückkehrer mindern könnte
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Anschließend entstand eine rege Diskussion, in der das Thema Rückkehr in afrikanische Länder sehr konträr von den unterschiedlichen
Teilnehmern gesehen wurde.
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Am Nachmittag war Herr Dr. Jose Koussemou aus Benin eingeladen. Er hat eine Ausbildung als transkultureller Psychiater und
stellte sein Arbeitsfeld vor. Er sprach über die Universalität der Psychiatrie und die zusätzlichen, besonderen Problematiken
bei Flüchtlingen, wie z.B. die Zerrissenheit zwischen der Perspektivenlosigkeit in Deutschland und dem unglaublichen Erwartungsdruck
der Familie im Heimatland. Dabei stand auch das falsche Europabild der meisten Afrikaner und seine Entstehung im Mittelpunkt.
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| Herr Osei-Wosu ist Flüchtlingsberater bei der Inneren Mission München |
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Den Abschluss des Seminartages bildete eine große Diskussionsrunde. Dabei ging es nochmals um Chancen und Probleme von Rückkehrern
in afrikanische Länder, sowie um unterschiedliche, mögliche Hilfsmodelle und Arbeitsformen. Es wurden unterschiedlichste,
mögliche Hilfsformen für die Arbeit mit afrikanischen Flüchtlingen angedacht, die sicherlich in der Zukunft noch weiterentwickelt
werden können.
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| Herr Dr. Jose Koussemou arbeitet im BKH Kaufbeuren |
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